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Anna und der Schwalbenmann


Gavriel Savit
Anna und der Schwalbenmann
Originaltitel: Anna and the Swallow Man.
Empfohlen 14 bis 99 Jahre.
gebunden

Verlagstext:

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.

 

In aller Kürze:

> eine Empfehlung wert?  JA!

> Ein wundervolles Buch, obwohl wenig „Action“. Vermittelt ein durchgehend beklemmendes Gefühl. Sprachlich sehr liebevoll. Klein klassisches Jugendbuch und nichts für mal eben zwischendurch. (BP/JS)

 

Dass Menschen fähig sind, anderen Dinge anzutun, über die man eigentlich nicht reden kann, ganz gleich, wie alt man ist, und dass man dennoch immer wieder versuchen muss, über diese Taten zu reden, weil sie nicht verschwiegen werden dürfen, wenn wir sie in Zukunft verhindern wollen: Das ist die wichtige Mitteilung, die dieses Buch nie aus den Augen verliert. Das junge Publikum wird mit ihr, darf man hoffen, nicht leicht fertig werden.

… schreibt Dietmar Dath in seiner Besprechung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 

Und Christine Knödler schreibt in ihrer Rezension in der Süddeutschen Zeitung:

Denn der Roman, klug und konsequent konstruiert, macht die Möglichkeit neuen Erzählens vor: Die Sprache des Überlebens ist selten brachial, vielmehr poetisch.

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