Empfehlung von David Liebenthal
Otoo, Sharon Dodua: So, in etwa, ist es geschehen
Meine Meinung:
„So, in etwa, ist es geschehen“ ist eine Perle von einem Buch. Es ist nicht einfach, sehr kurz und der Klappentext ist ziemlich irreführend, aber wow, es ist so gut. Sharon Dodua Otoo schreibt dieses Buch gleichzeitig ruhig und leise und mit einer solchen Wucht, das ich permanent über das Buch sprechen will. Die Protagonistin Amata bleibt dabei das ganze Buch über eine ambivalente Figur und es gelingt Otoo Empathie und Verständnis zu erzeugen, ohne die Figur von ihrer Schuld freizusprechen. Das Buch gewinnt dadurch, wenn man sich wenig darüber informiert, deshalb kann ich nur sagen: Lesen!
ISBN 9783103977059, Verlag: S. Fischer Verlag, 22,00 €

Inhalt laut Verlag:
Der neue Roman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo Sie sind auf dem Weg nach Timmendorfer Strand: Amata Haller und ihr Chef Heinz Brockhaus, der ihr angeboten hat, sie mit dem Auto dorthin zu fahren. Amata ist in Eile, ihre Mutter wartet, wie jedes Jahr am 3. Mai. An diesem Tag jährt sich der Untergang der Cap Arcona, jene Katastrophe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, die ihr Großvater nur knapp überlebt hat. Die Hitze drückt auf die überfüllten Straßen, die Fahrt wird immer länger, Brockhaus redet ununterbrochen, und Amata verliert die Fassung. Am Ende des Tages wird Brockhaus nicht mehr leben, und Monate später wird Amata vor Gericht stehen.